Schnell sein: Widerruf von alten Darlehensverträgen mit fehlerhafter Widerrufsbelehrung nicht mehr lange möglich

Am 26.02.2016 ließ der Bundesrat ein Gesetz passieren, welches Banken eine strengere Prüfungspflicht bei der Kreditvergabe auferlegt. Es soll insbesondere Verbraucher vor Zahlungsunfähigkeit schützen.

Gleichzeitig beseitigt dieses Gesetz das sogenannte "ewige Widerrufsrecht" bestimmter älterer Darlehensverträge.

Nach Inkrafttreten des Gesetzes können Bankkunden den „Widerrufs-Joker“ bei Kreditverträgen mit fehlerhafter Widerrufsbelehrung nicht mehr ewig ziehen. Das Widerrufsrecht wird dann spätestens nach einem Jahr und 14 Tagen, so berichtete es der Bundesrat, erlöschen. In dieser Hinsicht fehlerhafte Verträge, die zwischen dem 01.08.2002 und dem 10.06.2010 abgeschlossen wurden und bei denen die Widerrufsbelehrung fehlerhaft war, seien ebenfalls von dem Gesetz betroffen: Spätestens drei Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes soll hier das Widerrufsrecht enden.

Das Gesetz wird nun dem Bundespräsidenten zur Unterschrift vorgelegt und tritt am 21.03.2016 in Kraft. Dies bedeutet für Bankkunden, welche Alt-Verträge mit fehlerhafter Widerrufsbelehrung abgeschlossen haben, dass sie diese noch bis zum 20.06.2016 um 24:00 Uhr widerrufen können.

Unsere Kanzlei hat bereits mehrere Bankkunden erfolgreich bei der Rückabwicklung ihrer Darlehensverträge bei fehlerhaften Widerrufsbelehrungen – auch von in der Ortenau ansässigen Banken - vertreten. Gerne prüfen wir Ihre Darlehensverträge auf die Wirksamkeit der Widerrufsbelehrung.

28.02.2016 von Dr. Lange & Kollegen

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