Der GWE-Wirtschaftsinformations GmbH wurde die Rechnungstellung und Mahntätigkeit untersagt

Viele Unternehmer sind nach Versendung von Angebotsformularen für Eintragungen in eine Gewerbedatenbank und der Unterzeichnung der Formulare durch die GWE-Wirtschaftsinformations GmbH nicht nur mit Rechnungen überzogen, sondern auch durch deren weitere Mahntätigkeit in massiver Weise zu Zahlungen aufgefordert worden.

Dies hat den Deutschen Schutzverband gegen Wirtschaftskriminalität e.V. (DSW) dazu veranlasst, Klage wegen Irreführung gegen die GWE-Wirtschaftsinformations GmbH einzureichen.

Das Landgericht Düsseldorf hat nunmehr die Auffassung des DSW in einer aktuellen Entscheidung bestätigt. Nach den Düsseldorfer Richtern stellt der Versuch der GWE-Wirtschaftsinformations GmbH, Unternehmer im Anschluss an die Versendung von Angebotsformularen für Eintragungen in eine Gewerbedatenbank durch Rechnungen, Mahnungen und Inkassoschreiben zu Zahlungen zu bewegen, eine geschäftlich unlautere Handlung im Sinne von § 3 Abs. 1 UWG und § 4 Nr. 1 UWG dar. Das Geschäftsmodell der GWE-Wirtschaftsinformations GmbH ziele darauf ab, aus der Täuschung gewonnene Unterschriften dazu zu verwenden, nicht bestehende Forderungen einzutreiben. Durch die Androhung erheblicher Nachteile für den Fall der Weigerung würden Geschäftsleute durch Ausübung von Druck davon abgehalten, ihre Rechte im Hinblick auf das mindestens anfechtbare Zustandekommen eines Vertrages durchzusetzen.

LG Düsseldorf, Urteil vom 21.12.2012, Az.: 38 O 37/12

Sollten auch Sie Opfer der Machenschaften der GWE-Wirtschaftsinformations GmbH geworden sein, so stehen wir Ihnen gerne beratend zur Seite.

21.12.2012 von LG Düsseldorf

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